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Europa

8. bis 24. Juni 2018

Potsdam und seine Schlösser und Gärten sind ein Brennspiegel europäischer Geschichte. Über Jahrhunderte verdankt die Stadt (und mit ihr ganz Brandenburg und Preußen) ihren Aufstieg der Migration. Ob die vertriebenen Juden aus Österreich oder die verfolgten Hugenotten aus Frankreich: Hier finden sie eine neue Heimat; das Toleranzedikt des Großen Kurfürsten spricht ihnen ganz bewusst das volle Recht der freien Religionsausübung zu. Und mit den Vertriebenen kommen andere, die Potsdam mit Chancen und Arbeit lockt: Holländer, die ihre Bau- und Handwerkskunst mitbringen, Schweizer Fabrikanten und Landwirte, flämische Schmiede, böhmische Weber und Musiker, italienische Schneider oder russische Soldaten und Choristen ... So wird Potsdam zum Schmelztiegel der Völker und zu einem ökonomischen, sozialen und kulturellen Vorbild. Wenn man nach Beispielen für die Kraft von Migration und Integration sucht, wird man hier fündig. Der Riss, der nach 1945 die politischen Lager teilte, ging mitten durch Potsdams einmalige Kulturlandschaft. Dass hier wieder zusammenwächst, was zusammengehört, ist ein ermutigendes Zeichen für die Lebenskraft des Europagedankens. Ein guter Grund für die Musikfestspiele, die Vielfalt europäischer Musikregionen und Musiktraditionen in ihrer Eigenart wie in ihrem Verbundensein zu erforschen und die Musik als Spiel ohne Grenzen für ein harmonisches Europa zu feiern.

Die Kuratoren des Programms 2018:
Dr. Andrea Palent, Thomas Höft

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Die Musikfestspiele Potsdam werden gefördert von:
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