Liebe Festspielbesucherinnen und -besucher,

Sanssouci, maison de plaisance und preußisches Arkadien, war gewiss nie nur das weltentrückte Refugium eines Philosophenkönigs. Aber Friedrich II. schuf einen Ort der Begegnung, des philosophischen Diskurses und der Visionen, einen Treffpunkt für Persönlichkeiten, deren Ideen bis heute nachwirken. Hier kamen Musiker, Philosophen, Wissenschaftler, Architekten, Schriftsteller, Bildhauer, Maler wie auch Gärtner, Köche und Handwerker aus ganz Europa zusammen. Und wieviel mehr gilt das für ganz Potsdam, das aus dem Geist der Toleranz Fremde aufnahm und integrierte und in dem Strategen und Mächtige zum Leid wie zum Wohl der Völker über Krieg und Frieden berieten. Mehr als einmal entschied sich hier Geschick und Geschichte Europas.

Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci sind sich der Verantwortung, Geschichte und Geschichten der Vergangenheit für die Gegenwart und Zukunft zu erzählen, stets bewusst gewesen. Unter der Leitung von Frau Dr. Andrea Palent hat sich das Festival zu einem Treffpunkt internationaler Künstler entwickelt, der interessantesten und besten ihres Faches. Sein größtes Kapital aber sind noch immer seine wunderbaren Schauplätze: die Schlösser und Gärten in und um Potsdam, deren Schönheit und Bedeutsamkeit die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe belegt. Ein Erbe, das jedem offen steht, das man erfahren und erfassen kann mit Herz, Verstand und allen Sinnen.

Wenn die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci 2019 ganz im Zeichen der MUSEN als mythischer Verkörperungen der Künste und Wissenschaften stehen, so ist damit das Leitmotiv für die Zukunft des Festivals benannt: Ein sommerliches Gipfeltreffen der Künste soll es sein, das das inspirierte Zusammenspiel kreativer Kräfte, wie es in Potsdam »Stadt fand«, durch die integrative Kraft der Musik alljährlich neu zum Erlebnis werden lässt und fortführt in die Gegenwart. Dabei liegt der Fokus weiterhin auf der historisch informierten Aufführungspraxis vergangener Epochen und deren Einbettung in ein dramaturgisches Konzept mit neuen Konstellationen und Produktionen, die für die Musikfestspiele entstehen. So trifft in diesem Jahr eine Opernrarität in barockem Gewand auf aktuelles Tanztheater – der Tanz und seine Muse Terpsichore stehen im Zentrum der neuen Festspieledition. Ebenso freuen wir uns auf internationale Spitzenkräfte der Alten Musik und Vertreter der zeitgenössischen Avantgarde, Gesangsstars wie Vesselina Kasarova oder Andreas Scholl und exzellente Nachwuchskünstler, die nicht nur bei den neuen Lunchkonzerten ihr Können unter Beweis stellen. Radeln Sie mit beim Fahrradkonzert auf den Spuren der »Musen von heute« und seien Sie dabei, wenn Euterpe zum FLÖTENTAG bläst und Thalia mit ihrem lustigen Gefolge zur COMMEDIA NACHT ins Neue Palais einzieht.

Herzlich willkommen auf dem Potsdamer Musengipfel!

Ihre
Dorothee Oberlinger

Damit Sie auch weiterhin bestens informiert sind!

Möchten Sie auch in Zukunft postalisch, elektronisch oder telefonisch durch uns informiert werden? Dann tragen Sie bitte Ihre Mailadresse ein und wählen Art und Umfang der Information aus. Durch die Europäische Datenschutzverordnung ist die Registrierung notwendig.