Fr 20 Uhr
Friedenskirche Sanssouci
Oper
Junges Festspielticket: 10 €
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Gluck: Orpheus
Die ewige Nacht des Todes zu besiegen durch das Licht der Liebe und der Musik
Christoph Willibald Gluck
Orpheus
Oper in drei Akten
Libretto nach dem Französischen
von Pierre Louis Moline in der
Übersetzung von Alfred Dörffel
Fassung von Hector Berlioz in der
Bearbeitung von Alfred Dörffel
Valer Sabadus Orpheus
Julia Kirchner Eurydike
Anna Sayn Amor
CANTUS THURINGIA
BAROCKORCHESTER DER
THÜRINGEN PHILHARMONIE
GOTHA-EISENACH
Michael Hofstetter Leitung
Die ewige Nacht des Todes zu besiegen durch das Licht der Liebe und der Musik: Was für ein Traum! Die Geschichte des mythischen Sängers hat nie aufgehört, die Herzen zu bewegen. Aus ihr wurde die Oper überhaupt erst geboren. Gut 150 Jahre nach Claudio Monteverdi bricht auch Christoph Willibald Gluck mit Orpheus zu neuen musikdramatischen Horizonten auf. Hier ist sein Meisterwerk konzertant und in deutscher Sprache zu erleben.
Wenn Glucks Oper beginnt, hat Orpheus seine Eurydike schon an den Tod verloren. Vom Liebesgott Amor ermutigt, wagt er den Abstieg in die Unterwelt, um die Geliebte zu befreien. Unter einer Bedingung: Er darf sich unterwegs nicht nach ihr umsehen. Mit seiner fatalen Entscheidung tritt Orpheus eine Lawine von Emotionen los, die in Glucks Vertonung mit dramatischer Wucht auch das Publikum überrollt. Michael Hofstetter, Barockspezialist und Intendant der Internationalen Gluck Festspiele Nürnberg, hat sich unter den diversen Fassungen des Werks für Hector Berlioz‘ Version mit ihrer farbenreichen Instrumentation und stringenten Rezitativgestaltung entschieden. In der Titelpartie steht mit dem Countertenor Valer Sabadus einer der führenden Interpreten dieser Traumrolle auf der Bühne.
Konzertante Aufführung in deutscher Sprache.
Dauer: ca. 90min, keine Pause
G Geistesblitz Kurzvortrag
19.30 Uhr / Kreuzgang Friedenskirche (nur Stehplätze)
Prof. Dr. Dörte Schmidt
Musikwissenschaftlerin
Christoph Willibald Glucks »Orpheus« ist ein mobiler Experimentalraum für Fragen wie: Was ist tragisch und wie kommt man damit zurecht? Wie verständigt man sich, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht? Weil es eben keine Tragödie ist, sondern eine Oper, bietet das Stück Freiräume, die erlauben, dass wir uns mit seinen Protagonisten existentiellen Fragen stellen – und am Ende doch auf Amor hoffen dürfen.
Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften