INSELN 10.-26. Juni 2022
INSELN 10.-26. Juni 2022
INSELN 10.-26. Juni 2022
INSELN 10.-26. Juni 2022

Mit einem Paukenschlag zurückgemeldet

Am letzten Sonntag feierten die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci ihr Finale mit einem großen Open Air an der Maulbeerallee. Mehr als 12.000 Besucher sind den Verlockungen zu musikalischen INSELN gefolgt, die Auslastung betrug 85,5%. Damit konnten die Musikfestspiele nach zwei Jahren Corona-Pause die sonst vorherrschende Kulturmüdigkeit durch ein attraktives Programm durchbrechen und sich mit einem Paukenschlag, klangvoll und in vielfältigen Formaten, bei ihrem Publikum zurückmelden. Die Saison 2023 setzt unter dem Motto »In Freundschaft« auf Herzensbindungen und Wahlverwandtschaften in der Musik.

INSELN war das Motto vom 10.-26. Juni, und auch die letzten Stars sind inselerfahren: Das Ensemble Ars Longa de la Habana aus Kuba lockte mit einer folkloristisch abgeschmeckten und auf die Mythenwelt Mittelamerikas ausgerichteten »Indian Queen« von Henry Purcell an die atmosphärisch illuminierten Treppen des Orangerieschlosses – und das bei bestem Wetter und passend tropischer Wärme – wie während der vergangenen zwei Wochen insgesamt.

Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci konnten sich nach zwei Jahren Corona-Pause mit einem Paukenschlag in der Festivallandschaft zurückmelden. Das Programm mit allein fünf Opernproduktionen unterschiedlichster Couleur, einem starken Auftakt in der Stadtmitte, kostbaren Kammermusikmomenten in den historischen Schlössern und Gärten von Potsdam-Sanssouci und Kirchen sowie einer Vielzahl von ausgesuchten Festspielveranstaltungen auf den Inseln der Stadt und des Umlands fand eine begeisterte Zustimmung beim Publikum. Mehr als 12.000 Besucher folgten den Verlockungen paradiesischer Eilande abseits der Klischees. Das entspricht einer Auslastung von 85,5%. Damit war bei den Musikfestspie-len von der sonst weithin herrschenden Kulturmüdigkeit nichts zu spüren; vielmehr konnten sie erneut die starke Rückbindung an »ihr« Festspiel-Publikum unter Beweis stellen.

»Das war unser Kultursommer-Beitrag zur Reaktivierung der Musikbegeisterung – und das ist uns ge-glückt. Das schafft man nur mit einem starken Team und in diesen Zeiten ist es nicht selbstverständlich, ein Team dieser Größe zu haben. Danke!«, fasst Heike Bohmann, Geschäftsführerin der Gesellschaft, die Festspielsaison zusammen.

Und Musikfestspiel-Intendantin Dorothee Oberlinger ergänzt: »Endlich war es in diesem Jahr nach zwei Jahren harter Einschränkungen wieder möglich, die Festspiele live und ohne Kompromisse an all den besonderen Spielorten des UNESCO Welterbes stattfinden zu lassen. Die Künstler:innen aus aller Welt und unser Publikum waren gleichermaßen enthusiastisch und voller Tatendrang, mit uns gemeinsam auf vielfältige Insel-Expedition zu gehen.«

Zusammengefasst fanden 68 Veranstaltungen in 17 Tagen statt, davon 37 Konzerte, 8 Musiktheaterproduktionen, 16 Führungen und 7 Hörvermittlungsprojekte an Kitas und Schulen. Mehr als 500 Künstler aus 15 Ländern, darunter neben Spanien, Italien und Frankreich auch der Schweiz, der Ukraine, Russland, Peru, Kolumbien, Argentinien und Kuba waren der Einladung der Musikfestspiele gefolgt. Unter den Stars der Alten Musik, die bei den Festspielen Segel setzten, waren Les Arts Florissants mit Paul Agnew, Ann Hallenberg, Sophie Juncker und Margherita Maria Sala mit dem Ensemble Il Pomo d’Oro, Anna Herbst und Les Passions de l‘Âme, das Huelgas Ensemble und Paul van Nevel, L’Arlequin Philosophe und Pedro Memelsdorff, sowie von der spanischen Halbinsel Al Ayre Español und Eduardo López Banzo, das Euskal Barrokensemble und Enrique Solinís, L’Apothéose mit Lucía Caihuela und das Orquesta Barroca de Sevilla.

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