Die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci sind ein Festival mit Musik aus Mittelalter, Renaissance, Barock, Klassik und Romantik in historisch informierter Aufführungspraxis. Seit einigen Jahren öffnen sie sich auch dem Jazz, der Weltmusik und der Neuen Musik. Die Festspiele finden jährlich drei Wochen im Juni mit ca. 80 Veranstaltungen im UNESCO-Welterbe der preußischen Schlösser und Gärten von Potsdam & Berlin sowie in der historischen Mitte von Potsdam und seiner Umgebung statt. Das Festival wird von der Landeshauptstadt Potsdam und vom Land Brandenburg gefördert und in Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg veranstaltet.

Die heutige Musikfestspiele Potsdam Sanssouci sind eine Nachfolgeinstitution der ab 1954 stattfindenden Parkfestspiele Sanssouci und wurden kurz nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten 1991 neu gegründet. Betreibergesellschaft ist die Musikfestspiele Sanssouci und Nikolaisaal Potsdam gGmbH, ein Unternehmen der Landeshauptstadt Potsdam.

Es kommen eine bis drei Opernproduktionen, Schlosskonzerte, Open-Air-Konzerte, ein Fahrradkonzert, Führungen und Vorträge, innovative musikkulturelle Hörvermittlung und Kinderprojekte zur Aufführung – die meisten davon sind selbst produziert oder extra thematisch für die Festspiele zusammengestellt. Jedes Jahr wird mindestens ein neues Veranstaltungsformat entwickelt.

Die Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin Dr. Andrea Palent war für das neue Konzept und dessen Umsetzung von 1991–2018 verantwortlich. Sie prägte die Ausrichtung der Festspiele mit ihrem programmatischen und künstlerischen immer neuen Zusammenspiel von Raum und Klang und verhalf den Musikfestspielen weit über die Grenzen Brandenburgs zu großer Ausstrahlung und zu seinem Ruf als eines der renommiertesten »Alte Musik-Festivals« Deutschlands.

Seit 2018 ist die Blockflötistin und Dirigentin Prof. Dorothee Oberlinger Intendantin der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci, die Geschäftsführung der gGmbH übernahm im selben Jahr Heike Bohmann.

Unter Dorothee Oberlingers künstlerischer Leitung wird sich das Gesamtensemble der preußischen Künste weiterhin jährlich mit Musik und Oper und wechselnden Themen, die die kulturhistorischen Verbindungen zur Stadt Potsdam und zum Land Brandenburg programmatisch fantasievoll fassen, als sommerlicher Treffpunkt internationaler Künstler präsentieren.

Dabei wird das kreative Zusammenspiel der Künste mit interdisziplinären Konzepten, die die Verbindung der Künste untereinander suchen, verstärkt ausgelotet. Der Austausch findet – ganz im universalen Geiste Sanssoucis – zwischen den verschiedenen Kunstformen statt: Malerei, Architektur, Literatur, Tanz und Theater, aber auch Mode, Gartenkunst und sogar Sport oder Zirkuswelt werden auf ihr Verhältnis zur Musik befragt und ermöglichen neue, kreative Allianzen.


Dabei bleibt die zentrale Ausrichtung auf die sogenannte Alte Musik und historisch informierte Aufführungspraxis auf höchstem künstlerischen Niveau bestehen und bietet einen fruchtbaren Nährboden für die Künste, die den Gedanken und lebendigen Geist der Aufführungspraxis in sich tragen und Impulse setzen, um die Musik aller Zeiten zu erschließen und neu zu beleuchten.
Die verborgenen Preziosen des Potsdamer Repertoires, das mehr als 450 Jahre Musikgeschichte umfasst, wiederaufzuführen, ist dabei ein wichtiges Ziel.
Dennoch werden Ausflüge und Brücken zu anderen Genres wie Jazz, Pop, Elektronik, Volksmusik, ethnischer Musik, aktueller Musik etc. nicht fehlen.

In den nächsten Jahren bereichert ein Flötentag die Festspiele, naheliegend bei der großen internationalen Prominenz des Flöte spielenden Friedrich II. und seines Flötenlehrers Johann Joachim Quantz, dem Hof-Compositeur und Cammer-Musicus mit dessen „Versuch einer Anleitung die Flöte traversière zu spielen“. Hier werden jährlich renommierte Flötisten aus aller Welt, die verschiedenste Flöteninstrumente wie Traverso, Blockflöte, Csakan, Ney, Panflöte oder Shakuhachi spielen, zu Gast sein.


Die Festspiele werden ebenfalls mit der neu eingeführten Lunch-Konzertreihe junge Nachwuchs-Ensembles der Alten Musik verstärkt fördern.

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