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Pressestimmen

Ausgewählte Pressenotizen zu den Musikfestspielen

„Dass es in diesem Jahr besonders schwer ist, für Konzerte der Musikfestspiele noch an Karten zu kommen, liegt sicher einerseits am zugkräftigen Generalthema „Venedig“. Zum anderen wissen inzwischen alle, die sich für alte Musik interessieren, dass Festspielchefin Andrea Palent nicht nur für kluge Programme bürgt, sondern auch immer wieder die Stars der Szene nach Potsdam holt. Der Venedig-Schwerpunkt ist eine Leistungsschau der italienischen Alte- Musik- Szene.

Tagesspiegel, 01.06.2008

„Jahr für Jahr, wenn in Kornblumen und Rittersporn das Blau des Himmels Wurzeln schlägt,…dann gelingt es den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci immer wieder, uns den eigentlichen Fest-Charakter der Kunst in Erinnerung zu rufen. Es ist der Zustand gesteigerten Lebens, ein Ausstieg aus den Fängen des Erwerbs…In diesem Sinne ist die Hinterlassenschaft der Hohenzollern in Potsdam wirklich Kultur; und die Musikfestspiele machen dieses Erbe bewohnbar, vermählen Bildung und Lust, Museum und Kulinarik…richten ein regelrechtes Bildungsbüfett an.“

Berliner Zeitung, 09.06.2008

 „…die Konzentration auf die Klänge der Lagunenstadt sorgte für 97 Prozent Auslastung und bestätigte erneut den Spitzenplatz der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci im europäischen Festivalbetrieb. Logisch, das am Abschlusswochenende noch einmal Bestes geboten wurde…Dieses Konzept hat definitiv Zukunft. Davon wollen wir mehr !“

Märkische Allgemeine Zeitung 24..06.2008

                                              

Francesco Cavalli: La Rosinda , Premiere 10.06.2008

„In Potsdam liegt Cavallis Musik in den Händen von Mike Fentross und seinem Ensemble La Sfera Armoniosa, und was der Lautenist an Farben und Vitalität aus dem kargen Notenmaterial herausholt, dürfte kaum zu über-treffen sein…Eine akustische Spielfläche, auf der ein exzellentes Ensemble mit der elektrisierenden Nerea von Emanuela Galli jene zwanglose Einheit von Spiel und Gesang verwirklichen kann. Dass Alexander Schulin diese Idealvoraussetzungen nicht durch ein verkrampftes Regiekonzept verschenkt, sondern sich Cavallis genauen Blick auf die Menschen zu eigen macht, gibt der Potsdamer Produktion vollends Maßstabcharakter.“

Süddeutsche Zeitung, 13.06.2008

Schöne Opernlandpartie: Cavallis „La Rosinda“ in Potsdam:…zudem haben die Musikfestspiele unter der findigen Führung von Andrea Palent noch (fast) jede Saison so manche Repertoiretrouvaille zurück ins Bühnenlicht beför-dert…Das macht La Sfera Armoniosa unter dem forschen Mike Fentross ausgezeichnet…auch die jungen italienischen Sänger sind vorzüglich….“

Die Welt, 20.06.2008

„Eine Ausgrabung der besonderen Art ! …Nicht nur die Auftritte Emanuela Gallis, die ganze Aufführung geriet – trotz schweißtreibender Temperaturen im natürlich unklimatisierten, historischen Schloßtheater zu Potsdam zu einem Triumph der Reanimierung einer vergessenen Cavalli-Oper. Das Publikum war enthusiasmiert…“

Südwestdeutscher Rundfunk, 13.06.2008

„Insgesamt eine sehr intelligente Inszenierung…Die Besetzung der Produktion ist durchgehend fantastisch.. Unbedingt hervorhebenswert ist die Sängerin der anspruchsvollsten Partie. Emanuela Galli verkörpert diese Figur zwischen erstickter Trauer und hemmungsloser Rache; unglaublich welche Zwischentöne sie findet. La Sfera Armoniosa trifft mit geradezu gespenstischer Präzision jedes gestische Detail der Musik. Die Produktion hat bewiesen: Barockoper muss kein bisschen verstaubt sein. Bei einer Aufführung wie dieser ist die über dreieinhalb Jahrhunderte alte Musik quicklebendig.“

Kulturradio am Morgen, 11.06.2008

„Atemberaubende Reise zu sich selbst: Wiederentdeckung der Cavalli-Rarität“

PNN, 12.06.2008

Small-scale „La Rosinda“ Outshines Big-budget „Rinaldo“

Musical America, 27.06.2008

„Potsdam hat eine echte Entdeckung zu bieten. Fabelhaft lautet das Urteil über diesen Abend.“

MAZ, 12.06.2008

„Swingerwahnsinn für die Potsdamer Musikfestspiele“

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 06.07.2008

„Eine Idee, die Alexander Schulin in Bettina Meyers kongenialem Bühnenbild mit so viel Feingefühl und Präzision umsetzt, dass sie dreieinhalb Stunden ohne Durststrecken trägt…Die fast ausschließlich italienische Sängerriege verwirklicht eine Einheit von Text und Gesangslinie, die eben doch eine ganze Klasse über den Näherungswerten des Stadttheateralltags liegt.“

Opernwelt, August 2008

La Venexiana und Odhecaton, 7./8. Juni 2008

„La Venexiana begeistern mit szenischen Madrigalen und Odhecaton mit sacralen Motetten: …die Odheca-tonisten ließen die Töne vibratolos weit und transparent schwingen, ihre Textartikulation war mustergültig und immer noch genug Luft für noble Expressivität vorhanden. Die Friedenskirche wurde zum Raum der Meditation – und das Publikum meditierte gerne mit. Viel Beifall.

Märkische Allgemeine, 10.06.2008

Venezia e Napoli, 6. /7. Juni 2008

„Populäres gab es zu hören. Beispielsweise „Alma del core“ von Antonio Caldara. Sie ist in Italien längst zur Volksmusik geworden. Doch die neapolitanischen Lieder von der Liebe und vom Wein waren hör- und sichtbar das eigentliche Metier…das souverän und musikantisch aufspielenden Neapolis- Ensemble hat ihrem südländischen Temperament alle Facetten des Ausdrucks gegeben…Die Lautten Compagney Berlin war das zweite wunderbare Ensemble dieser Konzertnacht. Lautten Compagney und Neapolis Ensemble fanden zum gemeinsamen Musizieren bei Vivaldi-Konzertsätzen zusammen, denen sie einen heutigen Pop-Sound mit Extra-Streicheleinheiten verpassten. Das war Teamarbeit in optimaler Form.“

Potsdamer Neueste Nachrichten, 10.06.2008

Donna Leon und Il Complesso Barocco, 7. Juni 2008

„Und man fragt sich, wer hier mehr genoss. Das Publikum im Saal oder Donna Leon auf der Bühne, an ihrem Tisch sitzend, ganz gefangen in der Musik des von ihr so verehrten Georg Friedrich Händel.“

Potsdamer Neueste Nachrichten, 9.06.2008

Ein Venezianischer Maskenball, 13. Juni 2008

„250 Gäste kamen und spielten das köstliche Spiel mit, in dem sie sich stilvoll verkleideten, die meisten in Rokoko-Kostümen und Masken. Und dann begann in der festlich gestalteten Pflanzenhalle ein Programm, das sich sehen und hören lassen konnte. Das Seminars Hotel Potsdam sorgte für köstliche Gourmet-Überraschungen…Das war ein Abend mit einem ganz besonderen Zauber. “

Potsdamer Neueste Nachrichten, 17.06.2008

„Behaupte noch einer, Brandenburger verstünden sich nicht auf mediterrane Heiterkeit. Gemeinsam befleißigten sich die Instrumentalisten einer Dramaturgie der Kontraste, ließen die Ritornelle mal orkanhaft toben, mal hauchzart wehen, mal koloristisch schillern und der Fantasie in den Continuo-Parts freien Lauf. Das da konsequent zwischen den Sätzen applaudiert wurde, sollte nicht der Ahnungslosigkeit des Publikums, sondern der Leistung auf dem Podium angerechnet werden. Im Übrigen versank ja auch im Barock niemand in andächtiger Stille. Heute werden eben SMS verschickt. Für 135 Euro pro Ticket sind gewisse Freiheiten erlaubt… Bleibt nach alldem nur noch dies zu sagen: Da capo !“

Märkische Allgemeine Zeitung, 16.06.2008

Rolf Lislevand, 20. Juni 2008

„So viele Bravo- Rufe wie nach diesem Konzert im Schloss Babelsberg sind selbst für die Musikfestspiele außergewöhnlich.“

Potsdamer Neueste Nachrichten, 23.06.2008

Europa Galante, 21. Juni 2008

„Einen großartigen Schlusshöhepunkt setzte am Samstag das Ensemble Europa Galante unter der Leitung von Fabio Biondi in der Friedenskirche Potsdam- Sanssouci. Prasselnder Applaus und Bravorufe zeigten einmal mehr, dass Vivaldi der strahlende Sieger dieser Musikfestspiele ist.

Potsdamer Neueste Nachrichten, 23.06.2008

Sanssouci Prom Concert – Abschlusskonzert, 22. Juni 2008

„Bange Fragen aller Orten: Wird das Wetter halten oder gibt’s ein Gewitter ?  Fast 3.500 Menschen vor oder hinter den Absperrungen, ein geplantes Feuerwerk und viel Wetter-Ungewissheit zum Finale der Musikfestspiele. Nach der wegen dräuender Wettersunbilden verkürzten Pause wurde auf Gustav Mahlers Adagietto, der Titelmusik für Viscontis Film „Tod in Venedig“, verzichtet und mit dem Feuerwerk zu Martin Campbells „Casino Royal“ öffneten sich des Himmels Schleusen, verkürzten das Feuerspiel und ließen die Besucher in Panik fliehen. Das war Timing !“

Märkische Allgemeine Zeitung, 24.06.2008