Samstag, 16. Juni 2012 | 19.00 Uhr
CLAVIERKONZERTE
Bachschüler Beethoven: Knie an Knie mit dem Genie
€ 35,- / 28,- / 22,-* / 10,-*
* Plätze z. T. mit Sichteinschränkung
KOMBITICKET:
Beim Kauf von Tickets für mindestens 2 Konzerte der Nummern 15a bis 15l (Claviermarathon) erhalten Sie 50% Rabatt auf dieses Konzert.
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Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)
Konzert für Klavier und Orchester c-moll, Wq 31 (1753)
Sinfonia F-Dur, Wq 183/III „für zwölf obligate Instrumente“ (1775/76)
Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur, op. 58 (1807)
Ouvertüre zu „Coriolan“, op. 62 (1807)
»Wortschätze« mit Klaus Büstrin
Kristian Bezuidenhout, Lagrassa-Hammerflügel
(Wiener Schule, von 1815, Sammlung Edwin Beunk)
ENSEMBLE ARCANGELO LONDON
Stephanie-Marie Degand, Sarah Sexton, Violine
Tom Dunn, Rebecca Jones, Viola
Piroska Baranyay, Andrew Skidmore, Violoncello
Judith Evans, Kontrabass
Alexandra Bellamy, Frances Norbury, Oboe
Rachel Brown, Katy Bircher, Flöte
Eric Hoeprich, Katherine Spencer, Klarinette
Peter Whelan, Philip Turbett, Fagott
Ursula Paludan Monberg, Martin Lawrence, Horn
Neil Brough, Paul Sharp, Trompete
Alan Emslie, Pauke
Musikalische Leitung: Jonathan Cohen
Den Solistenpart am Originalhammerflügel der Beethoven-Zeit übernimmt der südafrikanische Virtuose Kristian Bezuidenhout, inzwischen unumstritten der Weltstar an diesem Instrument. Gemeinsam mit seinem Wunschensemble Arcangelo aus London erarbeitet er dieses Programm exklusiv für die Musikfestspiele, ein absoluter Höhepunkt!
Bald nach seinem Tod geriet Carl Philipp Emanuel Bach in Vergessenheit, die Wiener Klassik mit ihrem so neuartigen Ausdruck ließ im Geschmack des Publikums keinen Platz für die Musik ihrer Väter. Dabei wiesen Haydn, Mozart und Beethoven selbst immer eindringlich darauf hin, wie viel sie dem Studium gerade der Werke Bachs verdankten. So scheint der berühmte dramatische Dialog zwischen den Streichern und dem wie frei antwortenden Klavier im langsamen Satz von Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 bereits im Adagio des Klavierkonzerts Wq 31 von Carl Philipp Emanuel Bach vorweggenommen – ein Accompagnato wie aus der Oper, nur für Tasteninstrument. Der Vergleich wird noch deutlicher, wenn man wie das Ensemble Arcangelo für Beethoven die vermutete Besetzung der Uraufführung im März 1807 im so genannten Eroica-Saal des Palais Lobkowitz zugrunde legt. Die berichteten 24 Musikerplätze in dem kleinen Saal lassen auf eine solistische Besetzung der Streicher schließen, manche Passagen des Konzerts bekommen einen fast kammermusikalischen Charme.