Samstag, 26. Juni 2010 | 20.00 Uhr
Raffaelsaal, Orangerie Sanssouci
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Schlosskonzert
FANDANGO
Klappern als Handwerk: Wie man Spanien auf die Claviatur zwingt
Christine Schornsheim, Cembalo
Andreas Staier, Cembalo
Luz Martín Léon-Tello, Kastagnetten
Antonio Soler (1729-1783)
Fandango (bearb. für zwei Cembali)
Luigi Boccherini (1743-1805)
Grave assai – Fandango
(aus dem Gitarrenquintett G 448, bearb.für zwei Cembali)
Variazioni sopra "La Ritirata di Madrid"
(aus dem Gitarrenquintett G 418, bearb. für zwei Cembali)
Félix Máximo Lopez (1742-1821)
Fandango
Domenico Scarlatti (1685-1757)
Sonaten E-Dur, K215 und h-moll, K87
Der berühmteste Nicht-Potsdamer der Musikgeschichte ist wahrscheinlich Luigi Boccherini. Zwar komponierte er für ein fürstliches Salair zwölf Werke pro Jahr für seinen Dienstherren Friedrich Wilhelm II., doch die Stadt selbst hat er nie besucht. Der Italiener verbrachte ganze zwei Drittel seines Lebens in Spanien, und machte im Umkreis des Königshofs das spanische Kolorit in seiner Kammermusik unvergessen. So auch in seinem berühmten "Fandango"-Satz, oder dem Aufmarsch der königlichen Wachmannschaft in „La Ritirata di Madrid“ aus seinen Gitarrenquintetten.
Einen vor Stolz starrenden Konzertabend haben Christine Schornsheim und Andreas Staier an zwei Cembali dem wohl spanischsten Tanz überhaupt gewidmet, dem Fandango. Sie zeigen in ihren virtuosen Arrangements, dass man die Gitarre zwar auch getrost beiseite lassen kann - ohne Kastagnetten geht es aber natürlich nicht!
28,- | 25,- EUR